Bei Recherchen, wie ich mein Zuhause gestalten möchte, bin ich letztens dem [Univention_Corporate_Server](https://de.wikipedia.org/wiki/Univention Corporate Server) begegnet.
Von einigen screenshots her sieht man Ähnlichkeiten zum LibreWorkspace. Arbeitet ihr zusammen?
Nein, wir arbeiten nicht zusammen.
Die Freunde von Univention konzentrieren sich mit UCS mehr auf Enterprise Nutzung und vor allem das Identity Management.
Und bspw. setzen wir auf ein fertiges Samba, soweit ich weiß, implementiert UCS derartige Funktionen selber und ist “monolithischer” aufgebaut als Libre Workspace was sich versucht, modularer zu verhalten.
@Dimeunus Lieber @Jean
vielleicht ist es ja schwierig sich selbst zu loben, dann mach ich das mal.
Aus meine Sicht repräsentiert der Libre Workspace ein Ökosystem und eine Community, die sehr stark OpenSource orientiert ist und technisch powered by Jean und frei ist.
Die Funktionen zum UCS ähneln sich, da die Bedürfnisse von Small Business bis Mittelstand Überschneidungen haben und auch Privatanwender Lösungen für sich finden.
Outstanding ist wie gesagt die gesamte Attitüde mit Knowledge teilen und Userkontakt bis hin zu individuellen Lösungen und Support der dann kostenpflichtig buchbar ist.
Genannter Ansatz erinnert mich an Nextcloud: Core - opensource, Apps -opensource, spezieller Support bezahlt.
Zum Ökosystem des Libre Workspace gehören:
eine Q&A show auf YT und Owncast mit deinen Fragen auf: Asktool2: Stelle eine Frage (wirst du schon finden auf der Seite, Fragen hier im Forum werden auch meistens behandelt)
Weitere freie Software mit Linux Assistant und Rechnungs Assisant
Die “Linuxhelden” sind eine Initiative im Linuxguides Kosmos (also von Jean )
Gemanagte Instanzen zu einem fairen Preis.
Nicht zu vergessen die Kielux und was ich sonst noch so nicht mitbekommen oder vergessen habe.
Der Libre-Workspace ist noch sehr jung und muss hier und da noch reifen, funktioniert aber trotzdem gut.
Auf technischer Seite finde ich noch Caddy als Server-Herz erwähnenswert, das haben nicht so viele und macht es gut wartbar und flott, dazu das Bash-Scripting mit ein wenig Python-Magie ermöglichen es auch nicht Quantenphysikern mit doppeltem Nobelpreis hier und da was anzupassen.
Ok, das ist jetzt eine “schlimme Lobhudelei” geworden ist mir aber egal, das ist verdient.
Ich habe in letzter Zeit häufiger davon gelesen wie gefährlich es ist, wenn alles nur von einer person abhängig ist.
Daher dachte ich, dass vielleicht nicht alles selbst entwickelt wurde und man sich vielleicht an den Addons von Univention bedienen könnte.
Ob etwas Monolithisch ist oder nicht, ist mir erstmal egal. Und das Identity management ist, was mir als Familien-Admin eben gerade fehlt.
Ssh keys und passwörter managen ist ein graus.
Aktuell sichere ich die homes meiner Familie unverschlüsselt. Ich könnte da !!überall reinsehen!! All die Accounts auf selbst gehosteten Diensten enden in Fragen warum man sich dauernd neu einloggen muss. KeepassXC/DX funktioniert seit kurzem übergreifend mit Passkey. Dennoch ist unter linux alles noch mühsam. Auch weil der gnome-keyring halt nicht keepass kann. Und Basteleien daran eben wieder zusatz Basteleien sind.
@juri Danke für die netten Worte, freut mich sehr das zu lesen
Den Fakt, dass nur alles von einer Person abhängig ist kann ich verstehen, aber genau hieran arbeiten wir ja gerade auch mit der aktuellen Organisations-Umstellung, dass das genau nicht mehr der Fall ist, hier im Forum gibt es schon ein paar, die sich sehr gut mit Libre Workspace auskennen und notfalls das Projekt weiterführen könnten.
Mit der Zeit wird dieser Fakt also nichtig sein, aber jedes Projekt fängt natürlich mal klein an.
Das was einen Heimanwender von UCS abschreckt, ist wahrscheinlich die Komplexität, für den Heimserver ist das wahrscheinlich die “Kanone auf Spatzen”. Aber probiere es gerne aus, hatte vor ein paar Jahren mehr mit UCS zu tun und fand es eigentlich ganz cool