Backup auf alte Synology NAS

Ich suche eine Anleitung, wie man LW Backup auf eine alte Synology NAS einrichten kann. Also eine NAS, die kein Borg im Paketzentrum zur Verfügung stellt.

Hier wäre ein Video schön, oder zumindest eine gute Anleitung, wie das auf der NAS und auf dem LW Server einzurichten ist. Der LW Server (int.de) und die NAS sind nur lokal verfügbar.

Danke schonmal!

Das könnte Dir weiterhelfen:

Dankeschön! Dann werde ich mich damit mal beschäftigen.

Hallo mxo2204,

also ich habe mich damit auch einmal beschäftigt und bin an dem Punkt angelangt, LWS macht Backups zuverlässig auf die Synology jede Nacht - diese Backups lassen sich dann auch einhängen, aber eine Wiederherstellung funktioniert nicht: “Fehler: Das Verzeichnis kann nicht wiederhergestellt werden. Bitte wählen Sie ein Verzeichnis in /backups.”. Somit ist dieses Backup-Verfahren für mich völlig nutzlos.
Ich lasse den LWS komplett ohne Daten (die werden alle nur gemountet von der Synology) auf dem Rechner laufen und mache mein Backup einmal die Woche mit rescuezilla auf die Synology. 8GB=1min fertig. Außerdem benutze ich den LWS nachts, um ein rsync meiner Daten von der Synology in die pcloud zu schieben.

Eigentlich an sich schade, zumal die Synology ja weit verbreitet ist.
Jean - geht das nicht auch einfacher?

Ich glaube dann nutzt Du die Backup Restore funktion falsch.
Wählst Du denn einen Ordner in /backups aus, den Du wiederherstellen möchtest?

Wenn ansonsten keine Fehlermeldungen bei den Backups passieren, sieht das alles gut aus.

Wenn jemand seine Synology für ein Video bereitstellt (wird anonymisiert) dann werde ich gerne mal ein Video machen, wie man seine Synology Schritt für Schritt als Backup System einrichtet und Daten daraus wiederherstellt.

Guten Morgen Jean,

ok, Du hast natürlich recht, erst wenn ich /backups/2026-02-14-system/var auswähle,
fragt er nach einer Wiederherstellung…
Stellt sich für mich natürlich die Frage:

  • welcher Ordner müsste (in welchem Szenario) überhaupt wieder hergestellt werden?

Meine Synology kannst Du gerne nutzen. Bitte schreibe mir kurz, welche Anforderungen vorab diese für Dich erfüllen muss.

Grüße
LinuxMintFranky

Hier habe ich mal meine Notizen abgelegt, welche Ordner ich wiederherstelle:

Es ist aber auf der Roadmap nicht in allzu großer Ferne eine automatische Komplett-Wiederherstellung aus einem Backup anzubieten, da soll das dann automatisch funktionieren.

Ich schicke Dir gleich einen Termin-Link, dann nehmen wir das gerne auf.
Die Synology muss nicht groß vorbereitet werden.
Wenn Du möchtest, kannst Du in einer VM einen neuen lokalen Libre Workspace aufsetzen, muss aber nicht sein :slight_smile:

Eine Information für alle Nutzer einer (sehr) alten Synology NAS. Wie z.B. meiner eigenen DS413.

Ich wollte - dank @Jean Video und @LinuxMintUser Bereitstellung seiner NAS - das Backup auch auf meiner eigenen NAS aufsetzen. Bekam dann allerdings einen Fehler. Habe das dann mit Claude angeschaut und folgendermaßen gelöst.

Verworfener Ansatz

Borg nativ auf dem NAS laufen lassen (SynoCommunity-Paket + borg serve via SSH-User borg). Grund: Borgs hashindex-Format hat einen bekannten, ungefixten Bug auf big-endian-CPUs – und die NAS-CPU (PowerPC e500v2/SPE) ist big-endian. Upstream warnt explizit vor Datenverlust/Repo-Korruption. → borg-User und Paket wieder von der NAS gelöscht.

Lösung

Architektur (warum so und nicht anders)

  • Borg läuft NICHT auf der NAS (MHNAS1, 192.168.178.27). Grund: NAS-CPU ist PowerPC e500v2 (Big-Endian) – Borgs Hashindex-Format hat dort einen bekannten, ungelösten Upstream-Bug (Repo-Korruptionsrisiko).
    • borgbackup/borg#9521
    • borgbackup/borg#889 – Upstream rät generell von Borg auf Big-Endian-Systemen ab.
    • Die SynoCommunity-BorgBackup-Paket-Installation und der dedizierte borg-SSH-User auf der NAS wurden deshalb wieder entfernt.
  • Borg läuft komplett auf mhmini1 (Debian-Server, 192.168.178.21, x86_64, Little-Endian). Die NAS dient nur noch als reiner Netzwerkspeicher (NFS), auf den Borg über einen normalen lokalen Pfad schreibt – keine SSH-Verbindung zu Borg auf der NAS.

NAS-Konfiguration (MHNAS1)

  • Freigegebener Ordner: /volume1/borg
  • NFS-Berechtigung: Client-IP 192.168.178.21, Lese-/Schreibzugriff, Squash = “Kein Mapping”
  • POSIX-Rechte: 777 (wichtig – Synology setzt bei neuen Freigaben standardmäßig 755, das blockiert NFS-Schreibzugriff von Nicht-Root-Clients)

Mount auf mhmini1 (Debian)

In /etc/fstab:

192.168.178.27:/volume1/borg        /mnt/mhnas1/borg        nfs  rw,users,noauto,x-systemd.automount,nfsvers=3  0  0

Mountpoint: /mnt/mhnas1/borg

Gotcha: Nach Hinzufügen eines neuen fstab-Automount-Eintrags reicht systemctl daemon-reload nicht aus, um ihn zu aktivieren. Einmalig sudo mount /mnt/mhnas1/borg ausführen, sonst zeigt der Pfad nur den leeren lokalen Platzhalter-Ordner (sieht wie ein Rechteproblem aus, ist aber keins).

Borg-Repository

  • Pfad: /mnt/mhnas1/borg/mhmini1
  • Verschlüsselung: Keine (--encryption=none, bewusste Entscheidung)
  • Repository-ID: e912ecaa5401efb224886ae85b4d6a64b1868235c3c48927cc75452ef985e278

Einbindung in Libre Workspace

Systemverwaltung → Vollautomatische Backups:

Feld Wert
Borg-Repository /mnt/mhnas1/borg/mhmini1
SSH-Zugriffs-Fingerprint leer
Borg-Verschlüsselung Aus
Borg-Passphrase leer
“Borg-Repository befindet sich auf einem Synology NAS” nicht aktiviert
Tägliche Backup-Zeit 03:00
Aufbewahrung 7 täglich / 4 wöchentlich / 6 monatlich

Wichtig: Das “Borg-Repository”-Feld wird 1:1 an borg create/prune übergeben – ein lokaler Pfad funktioniert genauso wie eine SSH-URL. Das Synology-Häkchen würde nur
--remote-path=/usr/local/bin/borg setzen (für den klassischen SSH-zu-NAS

Backup-Umfang: Komplettes /-Dateisystem (inkl. /home/peter), außermedia /mnt /var/log /dataund/home/lw.*/Nextcloud` (rclone-Mounts,separat behandelt). Läuft als root.

Bekannte Eigenheiten

  • Einmalige Borg-Warnung: Beim allerersten Zugriff auf ein frisches unverschlüsseltes Repository schreibt Borg eine harmlose Warnung ins Fehlerlog (“previously unknown
    unencrypted repository”). Libre Workspace bewertet jedes nicht-leere Feh zeigt also beim ersten Lauf fälschlich Orange/“Fehler” an, obwohl alles okwar. Tritt danach nicht mehr auf (Borg merkt sich die Vertrauensentscheidung).
  • “Backup läuft”-Anzeige kann hängen bleiben: Libre Workspace prüft nugendwo in der ps aux-Ausgabe vorkommt – das kann durch einen unbeteiligten Prozess (z.B. ein grep/pgrep mit diesem Suchbegriff) fälschlich ausgelöst werden. Falls die Anzeige lange “läuft” zeigt, ohne dass ein echter do_backup.sh/borg create-Prozess in ps aux zu sehen ist: das ist der UI-Bug, kein echtes

Nützliche Befehle (auf mhmini1, ggf. mit sudo für root-Dateien)

# Liste aller Archive
borg list /mnt/mhnas1/borg/mhmini1

# Infos/Größe
borg info /mnt/mhnas1/borg/mhmini1

# Dateien in einem Archiv durchsuchen
borg list /mnt/mhnas1/borg/mhmini1::<archivname> <pfad-teilstring>

# Wiederherstellung (Beispiel: einzelne Datei/Ordner)
borg extract /mnt/mhnas1/borg/mhmini1::<archivname> <pfad>

Für den Restore kann man dann LW verwenden oder es mit Vorta machen.

Borg-Backup Restore mit Vorta

Setup: Vorta läuft auf dem Desktop-Rechner (mhmini1). Repo liegt auf MHNAS1, erreichbar über den vorhandenen NFS-Mount /mnt/mhnas1/borg/mhmini1.

Einmalige Einrichtung (bereits erledigt)

  • Vorta installiert: sudo apt install vorta
  • Repository in Vorta hinzugefügt: Add → Existing Repository
    • Pfad: /mnt/mhnas1/borg/mhmini1
    • Passphrase: leer lassen (Repo ist unverschlüsselt)

Restore-Ablauf

  1. Vorta öffnen (Tray-Icon).
  2. Tab Archives → gewünschtes Backup (Datum/Uhrzeit) auswählen.
  3. Mount klicken → als Mountpoint ~/borg-restore wählen (leerer Ordner, einmal per mkdir ~/borg-restore angelegt).
  4. Ordner ~/borg-restore in Thunar öffnen, gewünschte Datei(en) suchen und an den Zielort kopieren.
  5. In Vorta wieder Unmount klicken, sobald fertig kopiert wurde.

Bekanntes Problem: “Unable to add your repository” / Permission denied

Ursache: Der automatische Backup-Dienst auf mhmini1 läuft als root, daher gehören neue Segmentdateien im Repo root:root (Mode 0600) und sind vom Desktop-User peter nicht lesbar. Tritt vermutlich nach jedem neuen automatischen Backup wieder auf.

Fix (via Synology DSM File Station, kein SSH nötig):

  1. File Station öffnen → Ordner borg → Rechtsklick auf mhmini1Eigenschaften.
  2. Tab Berechtigung → bei “Jeder” Häkchen bei Lesen setzen.
  3. Unten “Auf diesen Ordner, Unterordner und Dateien anwenden” aktivieren → Übernehmen.
  4. Kann bei vielen Segmentdateien einige Minuten dauern.

Test, ob nötig: im Terminal borg info /mnt/mhnas1/borg/mhmini1 – bei PermissionError auf eine data/*/NNN-Datei ist der Fix wieder fällig.

Fix von Claude für Berechtigungen

Claude hat ein Skript erstellt, das Cron gesteuert folgendes macht:

  • Timer aktiv: borg-fix-permissions.timer läuft täglich um 03:00 Uhr, repariert automatisch die root-Owner-Permission auf dem Borg-Repo – getestet und funktioniert (borg info läuft danach fehlerfrei durch).

Damit läuft bei mir der Backup seit einigen Tagen sauber und auch ein Test Restore hat geklappt.

Vielleicht hilft es ja irgendwem (aber wer hat schon ein so alte NAS…)

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Danke fürs teilen deiner detaillierten Anleitung/Erfahrung :slight_smile:
Das mit der Backup Anzeige ist interessant, dass er da bei Dir anscheinend noch nicht richtig anzeigt, ob das Backup noch läuft oder nicht.
Eigentlich müsste der auf *backup.sh “hören”, nicht auf borg:

def is_backup_running(additional_id=None):
    # Check if a process with the name backup.sh in it is running
    ps_output = subprocess.getoutput("ps -aux")
    if additional_id:
        if "backup.sh " + additional_id in ps_output:
            return True
        if f"backup_additional_{additional_id}.sh" in ps_output:
            return True
        return False
    else:
        if "backup.sh" in ps_output:
            return True
        if "_backup.sh" in ps_output:
            return True
        return False

Vielleicht hilft Dir das weiter :slight_smile:

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PS: Habe mittlerweile ein Video dazu gemacht auf dem YouTube Kanal:

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